Haltung von Ameisen in der Schule

Ameisen kann man leicht in der Schule halten.
Dabei sollte man sich auf heimische Arten beschränken, um die Schülerinnen und Schüler an die biologische Vielfalt in der Natur vor der Haustür heran zu führen. Man muss aber in kauf nehmen, dass alle mitteleuropäischen Arten nur halbjährig aktiv sind. Geeignet sind z.B. Messor Barbarus, Messor hisperius, die Rote Waldameise (Myrmica rubra), die Schwarze Wegameise (Lasius niger), die Gelbe Wegameise (Lasius flavus) und die Grauschwarze Sklavenameise (Formica fusca).

Haltung von Ameisen

Ameisen kann man leicht in privater Umgebung oder im Büro halten.
Dabei muss man sich nicht nur auf heimische Arten beschränken. Bei sämtlichen mitteleuropäischen Arten sollte einfach mitbedacht werden, dass sie nur halbjährig aktiv sind. Bei exotischen Ameisenarten hingegen kommt diese Einschränkung nicht vor und Sie haben das ganze Jahr etwas von den exotischen Ameisenarten.
Für eine Haltung in diesem obigen Umfeld sind alle von
Ameisenhaltung Schweiz oder auch Ameisenshop Schweiz angebotenen Ameisenkolonien sehr gut geeignet.

Futter / Fütterung

Wenn Sie eine Ameisenkolonie bei Ameisenhaltung Schweiz anmieten, werden Sie, für die gesamte Mietzeit die benötigten Informationen, zur Fütterung, direkt bei der Abholung der Kolonie erhalten.
Futter und eventuell benötigte zusätzliche Utensilien werden bereitgestellt und sind im Mietbetrag enthalten.
Bevor Sie eine Ameisenkolonie erwerben, mieten oder kaufen, erkundigen Sie sich, recherchieren Sie oder informieren Sie sich im Vorfeld. (online Ameisenshop oder im sozial Internet)

"Als minimum in der Ameisenhaltung ist folgendes hilfreich"

Körnerfressende Ameisenarten brauchen immer etwas Feuchtigkeit, mindestens ein Wasser getränkter Wattebausch und sie vertragen absolut
keine direkte Sonneneinstrahlung im Ameisennest. Diese Ameisenkolonien brauchen immer diverse Körnersamen zur Verfügung, also täglichen Zugang. Ab und Zu (ca. alle 4-8 Wochen) etwas Protein (z.B. eine Fliege, eine Made). Diese Protein Zugabe muss nicht dringlich sein, es unterstützt diese Ameisenarten beim beschleunigten Wachstum der Brut.

Fleisch fressende Ameisenarten brauchen immer und jederzeit Wasser und vertragen absolut
keine direkte Sonneneinstrahlung im Ameisennest. Diese Ameisenkolonien brauchen (min. alle 7-10 Tage) Protein (z.B. Fliegen, Maden, Heimchen etc.) und auch  (min. alle 7-10 Tage), etwas Zuckerhaltiges; eine Invertzuckerlösung, eine Honigwasserlösung oder eine Zuckerwasserlössung sind am idealsten dafür geeignet. Am besten wechselt man im Tagesrythmen ab, so ergibt sich, dass es jeden 3-5 Tag etwas zum futtern gibt.

Blattschneider Ameisenarten brauchen immer und jederzeit Wasser und vertragen absolut
keine direkte Sonneneinstrahlung im Ameisennest. Diese Ameisenkolonien brauchen jederzeit Zugang zu Blättern, zum schneiden. Damit können sie ihren Pilz urbar machen. Sie verfügen damit über ihr benötigtes Futter und ihren benötigten Futtervorrat. Zusätzlich (min. alle 7-10 Tage), etwas Zuckerhaltiges; eine Invertzuckerlösung, eine Honigwasserlösung oder eine Zuckerwasserlössung sind am idealsten dafür geeignet.

Während der Ferien

Während kurzer Ferien von 10 - 14 Tagen genügt eine einmalige reichhaltige Proteinmahlzeit, ein Wasserspender und ein Honigwasserspender.
Für Blattschneiderameisen muss eine Blätter Beschaffungsquelle, in dieser Zeit organisiert werden.
 
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Beschaffung der Ameisen

Ameisen kann man in der Natur sammeln oder bei Ameisenhaltung Schweiz beziehen. 
Beim Sammeln in der Natur muss man beachten, dass einige Arten unter Naturschutz stehen. Am besten sucht man Geschlechtstiere während des Schwarmflugs: die Rote Waldameise im August, die Schwarze Wegameise im Juli und August, die Gelbe Wegameise von Juni bis September und die Grauschwarze Sklavenameise von Juni bis August. Nur die ungeflügelten Königinnen, erkennbar an dem "Buckel" und dem dicken Hinterleib, sind schon begattet. 
Die Ameisen werden in ein Reagenzglas mit Wasservorrat transferiert und bestimmt. Dafür füllt man ein Reagenzglas zu 1/3 mit Wasser und drückt eine Wattebausch darauf. Dann bringt man die Ameisen ein. Dann verschliesst man das Reagenzglas mit einem weiteren Wattebausch. Schliesslich umwickelt man das Reagenzglas mit roter, durchsichtiger Plastikfolie oder einfach mit Aluminiumfolie. Plasikfolie hat den Vorteil; dadurch erscheint den rotblinden Ameisen ihre Behausung wie in der Natur dunkel und man kann sie trotzdem beobachten. 
Das Reagenzglas wird liegend gelagert, das Ende mit der Öffnung leicht erhöht. Die Schwarze Wegameise sollte man erst füttern, nachdem die ersten Arbeiterinnen geschlüpft sind. Gefüttert wird mit einem Honig-Wasser-Gemisch 1 : 1 aus einer Spritze, und später mit proteinhaltiger Nahrung in Form von Fliegen, Maden usw. Letztere muss man etwas aufschneiden und nach 2 Tagen austauschen.
Ameisen mieten oder kaufen kann man über das Internet, durch die Winterpause bei einheimischen Arten aber erst ab dem frühen Frühling. Eine empohlene Auswahl an Ameisenshops finden sie auf folgender Seite: www.ameisen.shop
Die gekauften Ameisen (1 Königin und 10 - 30 Arbeiterinnen und eventuell auch schon Eier) kosten wenige Franken und werden in frostfreien Tagen in einem Reagenzglas in einem Paket zugeschickt. Man legt das Reagenzglas vorsichtig offen auf die Erde in der Ameisenfarm. Häufig ziehen die Ameisen nicht gleich um sondern bringen Substrat in das Reagenzglas und richten sich dort häuslich ein. Später wenn die Kolonie wächst, ziehen sie dann von alleine um.
Achtung: Das Einsetzen der Ameisen sollte so früh am Tag wie möglich geschehen, damit man noch Zeit hat, eine eventuell unvollständige Ausbruchsicherung vollständig sicher zu machen!

Das Nest: die Ameisenfarm

Die Ameisenfarm besteht aus zwei Scheiben aus Glas oder Polyacryl, die in einem Abstand von 1 bis 2 cm fixiert sind. Die Ameisenfarm wird mit einer Mischung von Sand und Erde 1 : 1 gefüllt. Das Substrat davor mehrere Stunden im Wärmeschrank bei 100 °C feuchter Hitze desinfizieren. Die ersten 3 cm werden mit Blähton gefüllt, den man durch einen Wasserbehälter immer feucht hält. Von dem Behälter geht ein Schlauch bis zum Boden: wenn das Wasser verdunstet ist, fliesst Wasser aus dem Behälter nach. Die Ameisenfarm wird mit einem durchsichtigen Deckel verschlossen. Von einem Loch oberhalb des Substratniveaus kann man mit einem Schlauch einen Weg zum Grund der Arena anbieten.
Man kann die Ameisen dann beim Anlegen von Gängen beobachten, sollte aber wieder zumindest eine Scheibe mit einer roten durchsichtigen Plastikfolie überkleben, damit die Ameisen sich in Dunkelheit wähnen. Man kann auch Nester aus Ytong oder Gips mit vorgeformten Kammern anbieten.
 

Der Auslauf: die Arena

Ein unbenutztes Terrarium oder Aquarium dient als Auslauf. Es sollte mind. 20x10x10 oder am besser 60 x 30 x 30 cm gross sein. Damit die Ameisen nicht ausbrechen können, wird der Rand des Aquariums innen mit einer Flüssigkeit wie Parafin oder mit Talcumpulver blasenfrei eingepinselt. Diese Flüssigkeit oder der Puder kann man auch aus einem Ameisenshop beziehen.Der Untergrund wird mit Frischhaltefolie ausgelegt und mit Gips 2 cm ausgegossen und geformt. Dabei können ein paar Steine eingegipst und Sand in den feuchten Gips oberflächlich gedrückt werden. Ausserdem kann die Ameisenfarm etwas eingegipst werden (mit Frischhaltefolie bedecken, so dass sie aus dem Gipsboden genommen werden kann).
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Die Vermietung von Ameisenkolonien für Schulen
Idee & Entwicklung © 2016 Rolf Kathriner